Skoliose

Wir unterscheiden zwei verschiedene Arten der Skoliose, nämlich in idiopathische S. und neuromuskuläre S.. . Was jedoch für beide gilt ist, dass die Patienten im Mittelpunkt stehen und von uns Orthopädietechnikern bestmöglich auf die jeweiligen Bedürfnisse und Wünsche eingegangen werden muss – ohne jedoch das Ziel der Therapie aus den Augen zu verlieren!

Bei der idiopathischen Skoliose liegt – ähnlich wie bei der neurologischen - eine Verbiegung und Verdrehung der Wirbelsäule vor. Selbst wenn derzeit weltweit viele Forschungsgruppen auf der Suche nach den Ursachen sind, so wissen wir bisher leider immer noch nicht genau, wie die idiopatische Skoliose entsteht, weshalb auch er Begriff „idiopatisch“ angewandt wird. Was wir aber wissen ist, dass das Korsett eine der wichtigsten Komponenten der Behandlung und ein international anerkanntes Therapiemittel ist. Ziel ist es, die Verschlechterung (Progredienz) der Verbiegung zu bremsen, aufzuhalten oder gar eine Verbesserung zu erreichen. Optimiert wird die Korsetttherapie durch eine begleitende und intensive Physiotherapie nach Schroth – die wir gerne empfehlen.

Bei neuromuskulären Erkrankungen steht nicht nur die Korrektur des Wirbels, sondern auch eine Verbesserung der Sitzstabilität, um die Vitalfunktionen zu unterstützen. Aus diesem Grund kommen hier meistens Konstruktionen in Vollkontakttechnik zum Einsatz. In bestimmten Fällen können sogar dynamische Elemente eingebaut werden, wodurch z.B. das Rollstuhlfahren oder das Atmen deutlich erleichtert werden kann. 

 
Wenn man im Internet surft und nach „Korsett“ und „Skoliose“ sucht, dann findet man jede Menge Bilder, Informationen und Hinweise, die manchmal ganz schön verwirrend und auch erschreckend sein können. Genau aus diesem Grund ist es wichtig, dass man von Anfang an durch ein erfahrenes Team betreut wird.
Hat ein Arzt festgestellt, dass eine Skoliose vorliegt, welche mit einem Korsett versorgt werden muss, dann ist es bei der Erstvorstellung - neben einigen Tests und einem ausführlichen Aufklärungsgespräches - besonders wichtig die Körperform optimal zu erfassen und dementsprechend die Gestaltung des Korsetts zu planen. Parallel dazu sind aktuelle Befunde und Röntgenbildern erforderlich! 
Der Gipsabdruck ist zur Formerfassung immer noch am weitesten verbreitet. Unsere Erfahrung hat aber gezeigt, dass mit neueren Methoden deutlich bessere Resultate zu erreichen sind. Als eine der ersten Firmen in Österreich haben wir bei idiopathischen Skoliosen das 3D-Scansystem eingeführt, welches uns innerhalb weniger Sekunden den Thorax zu scannen erlaubt und somit auf den Gipsabdruck verzichten läßt. 

 

Besonders erwähnen wollen wir weitere wichtige Faktoren zum Therapieerfolg, nämllich, dass das Tragen des Korsetts keine Schmerzen verursachen darf! Aus diesem Grund dauert die Anprobe manchmall nahezu den ganzen Tag, da wir nur so feststellen können, ob die Passform stimmt und die Druckpelotten korrekt plaziert sind. Um das Korsett so individuell wie möglich zu designen, gibte es bei uns die Möglichkeit aus rund 15 verschiedenen Farben und Motiven zu wählen.
Wie lange und wie oft ein Korsett getragen werden sollte (muss), hängt ganz vom Krümmungsgrad der Wirbelsäule und einigen weiteren Faktoren ab, weshalb eine individuelle Planung erforderlich ist, die vom Behandlungsteam erstellt wird.

Auch die Finanzierung ist ein entscheidender Punkt, da nicht alle Krankenkassen die Kosten für eine Korsettversorgung voll übernehmen. Daher ist es wichtig, dass wir bei der Erstanmeldung alle relevanten Versicherungsdaten erhalten, um Sie auch hier bestmöglich beraten zu können.